Gendarmenmarkt

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- Geschichte -
Der rund 3,3 Hektar große Gendarmenmarkt zählt heute zu einem der schönsten Plätze Europas. An diesem Ort siedelten sich hauptsächlich die Hugenotten an denen von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg durch das Edikt von Potsdam im Jahr 1685 der Schutz ihrer religiösen Freiheit zugesichert wurde. König Friedrich genehmigte der lutherianischen und der französisch reformierten Kirche je einen Platz zum Bau ihrer Kirchen zu, jedoch ohne die später angefügten Türme. Ursprünglich wurde dieser Ort als Markt angelegt, jedoch erhielt er seinen heutigen Namen durch die damals dort stationierten Gens d’armes welche zu dieser Zeit die Schlachtfelder als besonders schwere Kavalerie dominierten.

Die zwei Türme
Doch seine eigentliche Gestalt erhielt der Gendarmenmarkt erst unter König Friedrich II. Der den Bau der heute so begehrten Kuppeltürme in Auftrag gab. Als Vorbild nahm er sich dabei die Piazza del Popolo in Rom. Sein Sohn jedoch Friedrich der Große lies zu seiner amtszeit die Stallungen der Gen d’armes abreissen und bebaute den Platz mit dreistöckigen Häusern und setzte zwischen die beiden Kirchen ein kleines französiches Komödientheater. Dieses Theater wurde zwischen 1800 und 1802 durch den Bau des Nationaltheaters ersetzt das rund 2000 Gäste aufnehmen konnte. Jedoch schon 15 Jahre später im Jahre 1817 brannte dieses Theater vollkommen ab und bot dem Architekten Karl Friedrich Schinkel die Chance seine Pläne für ein neues Konzerthaus vorzulegen. Dieses 1821 fertig gestellte Konzerthaus ist auch heute noch bekannt unter dem Namen Konzerthaus Berlin.

Als Vorbild nahm er sich dabei die Piazza del Popolo in Rom.

Politische Bedeutung
Doch auch viel politisches spielte sich auf dem Gendarenmarkt ab, so auch die preußische Nationalversammlung im Jahre 1848 und man bettete sogar feierlich die Toten der Märzrevolution an diesem Ort. Wie fast alles in Deutschland überstand der Gendarmenmark den zweiten Weltkrieg nicht und doch nutzten die russischen Sieger den Ort um 1946 ein Konzert des russischen Alexandrow-Ensembles Soldatenchors und Orchester aufzuführen.
1990 dem Jahr der Wiedervereinigung Deutschlandes lies die DDR Regierung als letzten Staatsakt am Vorabend der Wiedervereinigung die Aufführung von Beethovens 9. Simfonie unter der Leitung von Kurt Masur stattfinden. Nach all dieser Zeit und all diesen Umabauten im Laufe der Jahrhunderte erstrahlt der Gendarmenmarkt heute wieder im alten Glanze und zähl nach wie vor zu einem der wundervollsten Orte ganz Europas.

Sie erreichen den Gendarmenmarkt über die U-Bahnlinie 6 (Französische Straße) oder den 147´er Bus.

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