Berlin-Mitte. Das Bertholt-Brecht-Haus in der Chausseestraße 125 hat viel erlebt und viel gesehen.
Erbaut wurde das Wohnhaus 1850 und erlangte Ruhm und Ehre durch Bertholt Brecht, welcher in der ersten Etage des Hinterhauses wohnte.
Das Haus bestand und besteht aus Vorderhaus, Keller, Hinterhaus erste Etage und Hinterhaus zweite Etage.
Doch wer war Bertolt Brecht? Welche Geschichten stecken in den Mauern des berühmten Bertolt-Brecht-Hauses?
Das Licht der Welt entdeckte Eugen Bertolt Friedrich Brecht (Bert genannt) am 10 Februar 1898 in Augsburg. Lyrik und Drama waren seine Steckenpferde, die er nicht etwa zu Tode ritt. Er sorgte eher dafür, dass seine Werke Weltruhm erlangten und bis heute unvergessen sind. Seine Arbeiten hauchten dem 20. Jahrhundert “dialektisches” Leben ein.
Der junge Eugen (seine Eltern entschieden sich für diesen Rufnamen) war aber zunächst recht kränklich und hatte ein Herzleiden.
Sein Studium – 1917 bis 1918 – widmete er der Philosophie, Literatur und Medizin.
Brechts wunderbare Aufführungen wurden jäh von den Nazis in gewisse Schranken verwiesen, unterbrochen, geächtet und verunglimpft. Brecht passte nicht. Sein “Geschwafel” sollte unwiderruflich verstummen.
Und das tat es auch (vorerst) in Deutschland. Das Einreise-Visum in die USA ließ lange auf sich warten, seine neue Heimat enttäuschte ihn zunächst. Die USA sah in Brecht eher einen “Aussätzigen”, einen ungeliebten Ausländer – auf der Flucht.
Schnell eilte er zurück nach Europa, erst Paris und danach Zürich. Die neutrale Schweiz stand ihm, dem Schöngeist und Dramatiker – wesentlich offener entgegen. Dort verweilte er ein ganzes Jahr. Doch die Rückkehr nach Berlin zeichnete sich nach den Zweiten Weltkrieg allmählig ab.
Er kehrte zurück und verfasste 1955 ein eindeutiges Testament über den Verbleib seiner Knochen/seines Körpers im Falle seines Ablebens. Er wollte nicht auf irgendeinem Friedhof liegen. Er, Bert, wollte neben dem Haus – in der Chausseestraße 125 - seine letzte Ruhe finden!
Was kommen musste, kam. Am 14. August 1956 schloss Eugen Bertolt Friedrich Brecht seine weitsichtigen Augen für immer. Um 23:30 Uhr erlosch in der Chausseestraße 125 sein Lebenslicht!
Das heutige Brecht-Haus zeichnet sein Leben nach. Es lebt für ihn weiter und erfüllt ganz Berlin mit Stolz und Würde über den großartigen Sohn dieser Stadt!
Wer mehr über das Bertolt-Brecht-Haus erfahren möchte sollte hier nachschauen und sich inspirieren lassen.
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